CED & Ernährung

Häufig Probleme in der Ernährungssituation von CED-Patienten

Ernährung und CED, ein allgegenwärtiges, aber doch häufig schwieriges Thema. Denn sowohl in der Forschung, als auch bei den Patienten selbst wirft das Thema viele Fragen auf. Auf dem Nurse - European Crohn‘s and Colitis Organisation (N-ECCO) - Kongress wurde dieses Thema sowohl von den vortragenden Referenten, als im Anschluss auch von den medizinischen Fachassistenzen (MFA) als aktive Teilnehmerinnen diskutiert.
So berichteten die Referenten, dass es viele Untersuchungen und Studien zu einer optimalen Ernährung bei CED-Patienten gäbe, jedoch häufig Schwierigkeiten bei der Datenauswertung konkrete Rückschlüsse verhindern. Für die Studien werde zwar ein einheitliches Ernährungskonzept entworfen, jedoch ließe sich z.B. die genaue Verzehrmenge der ausgewählten Lebensmittel nur schwer vereinheitlichen, so die Referenten.

Keine allgemeingültigen Ernährungsstrategien bei CED-Patienten erfassbar

Fazit der Vortragenden und auch der Teilnehmer*innen war, dass die Ernährung bei CED-Patienten nicht allgemeingültig vereinheitlicht werden kann. So gibt es Richtlinien und Diäten, die CED-Patienten in Abhängigkeit vom aktuellen Krankheitsstadium Hilfestellung geben, eine übergreifende Herangehensweise gibt es jedoch nicht und sollte daher von individuellen Verträglichkeiten abhängig gemacht werden. Jedoch bedeutet dies nicht, dass das Thema Ernährung bei CED-Patienten zu vernachlässigen ist. Ganz im Gegenteil: Die präsentierten Fallbeispiele zeigten, dass Ernährung häufig eine wichtige Stellschraube der CED-Therapie sein kann. Da viele Patienten sich jedoch eigenständig nicht trauen, neue Lebensmittel auszutesten und so mögliche (Un-)Verträglichkeiten zu ermitteln, ist hier häufig das Einbinden von Experten notwendig, besonders auch um Mangelernährungen vorzubeugen.

Unterstützung durch MFA und Ernährungsexperten als wichtige Stellschraube

In vielen Praxen seien spezielle Ernährungsrichtlinien zur Ausgabe an den Patienten bisher nicht vorhanden, so die Teilnehmer*innen. Ein Informationsbedürfnis sei bei den Patienten jedoch zu einem hohen Prozentsatz gegeben. Ein häufiger Grund hierfür sei auch eine Fehlinformation durch das Internet, berichteten die Teilnehmer*innen. Die Patienten suchen nach einer vertrauenswürdigen Informationsquelle zum Thema Ernährung und wenden sich an die MFA oder den Arzt. Falls Sie in Ihrer Praxis oder Klinik keinen Experten im Haus oder externen Ernährungsberater haben, finden Sie hier weitere Kontaktmöglichkeiten:

 

Das Ernährungs-Slidekit

Zusätzliche Informationsmöglichkeiten bietet das Ernährungs-Slidekit von Takeda mit einer breitgefächerten Übersicht zu ernährungsrelevanten Fragen Ihrer Patienten. Die Folien basieren auf Ratgebern und Publikationen von Ökotrophologen, Gastroenterologen und
Fachärzten der Ernährungsmedizin und können gezielt bei Fragen Ihrer Patienten eingesetzt werden.

 

Die CED Forum App

Die App „CED Forum“ bietet dem Patienten zudem die Möglichkeit, auch im Alltag Hilfestellung im Bereich Ernährung zu erhalten. Mit Hilfe der integrierten Lebensmittelampel können Patienten individuell verträgliche Lebensmittel nach dem Ampelsystem bewerten und so ihr eigenes portables Nachschlagewerk erstellen. Weitere Informationen erhalten Sie hier:

 

Das Fazit: Die Diskussionen auf dem N-ECCO haben gezeigt, dass die Ernährung ein wichtiger Teil der CED-Therapie ist und auch in Zukunft bleiben wird.

Zuletzt aktualisiert: 26.04.2021