Frühzeitige Diagnose als Basis einer optimalen Behandlungsstrategie

Diagnose

Es gibt keinen spezifischen Test für die Morbus-Crohn- oder Colitis-ulcerosa-Diagnose. Die Diagnose Morbus Crohn wird auf Basis einer Kombination aus klinischen und pathomorphologischen Kriterien gestellt. Die klinischen Kriterien setzen sich aus körperlicher Untersuchung und bildgebender Diagnostik (Endoskopie und sonografische/radiologische Techniken) zusammen. Die endoskopische Biopsieentnahme oder die Aufarbeitung von Operationspräparaten ergeben die pathomorphologischen Kriterien. Die diskontinuierliche Entzündung und der histologische Nachweis von Granulomen sind charakteristisch für einen Morbus Crohn. Bekannte Risikofaktoren wie Raucheranamnese, Familienanamnese bzgl. chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen und stattgefundener infektiöser Gastroenteritiden sollen für die Diagnosestellung besonders beachtet werden.2

Klinisches Bild

Die in Schüben verlaufende chronisch-entzündliche Darmerkrankung Morbus Crohn kann den gesamten Gastrointestinaltrakt vom Mund bis zum Anus betreffen.1

  •  Es können u.a. folgende Symptome auftreten:5

    • Diarrhö
    • Fieber und Fatigue
    • Abdominale Schmerzen und Krämpfe
    • Blut im Stuhl
    • Mundgeschwüre
    • Appetitmangel und Gewichtsverlust
    • Perianale Beschwerden

Typische Komplikationen des Morbus Crohn sind die Entwicklung von Strikturen, Abszessen und Fisteln.1


Zuletzt aktualisiert: 12.04.2018