Neue Zusammenfassung für MFAs zu Reisen und Impfungen bei CED-Patienten

Reisen ist in der heutigen Zeit, nicht nur aus beruflicher Sicht, immer häufiger notwendig, auch private Reisen können im Leben der CED-Patienten einen hohen Stellenwert einnehmen und Lebensqualität vermitteln. So beschreiben mittlerweile über 50 % der CED-Patienten, dass Reisen einen sehr wichtigen Faktor für Ihre Lebensqualität darstellt.1 Mit dem erhöhten Reisebedarf und auch Reisebereitschaft verstärkt sich das Bedürfnis der CED-Patienten sich für Reisen gut vorzubereiten und beraten zu lassen. Diese Vorbereitung kann und soll auch durch MFAs vertiefend durchgeführt werden.

Schwangerschaft, Stillen und Impfungen von Neugeborenen

Die Themen Schwangerschaft, Stillen und Informationsvermittlung zur Impfung von Neugeborenen sind in der gastroenterologischen Praxis häufig wiederkehrende Themen von CED-Patientinnen, die sich in Behandlung befinden. Dabei sind Frauen mit CED oft sehr unsicher und besorgt, ob sich eine erfolgreiche CED-Therapie mit ihrem Kinderwunsch vereinbaren lässt. Dies kann laut Erfahrungsberichten aus der Praxis auch dazu führen, dass die verordnete CED-Therapie eigenmächtig abgesetzt wird, wenn die Patientinnen mit der Kinderplanung beginnen, oder aber bereits schwanger sind.1

Die Bedeutung der MFA bei der CED-Betreuung für Arzt und Patient

Auf dem N-ECCO 2019 in Kopenhagen wurde anhand von Erfahrungsberichten von Patienten1, aber auch von Ärzten und MFAs immer wieder auf unterschiedliche Weise die Bedeutung der MFA für den CED-Patienten in verschiedenen Ländern beschrieben und verdeutlicht. So zeigte insbesondere ein Patientenbeispiel in Dänemark, dass die CED-Nurse zu einer starken Vertrauensperson werden kann, die einer familiären Beziehung ähnelt.1 Eine in sehr jungen Jahren an Morbus Crohn erkrankte Patientin erzählte, dass ihre CED-Nurse einen ähnlichen Stellenwert wie ihre Mutter in ihrem Leben eingenommen hat und jederzeit für Fragen zu ihrer Krankheit und dem Aufwachsen mit Morbus Crohn zur Verfügung stand.

N-ECCO 2018 Treat-to-Target-Konzept

Das gezielte CED-Behandlungskonzept (im Englischen Treat-to-Target) der IOIBD (International Organization for the study of Inflammatory Bowel Diseases) ist darauf ausgerichtet, die Lebensqualität von Patienten mit Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa wiederherzustellen und Darmschäden zu verhindern. Ein frühzeitiges Erkennen und eine frühzeitige und gezielte Behandlung mit regelmäßigen Kontrollen der Krankheitssymptome sowie kontinuierlichen Bewertungen des Erfolgs führen zu verbesserten Ergebnissen bis zum Erreichen der Symptomfreiheit. Dann wird die zugrunde liegende Schleimhautentzündung unter Kontrolle gebracht. Für die Therapie ist der Aufbau einer Partnerschaftlichkeit zwischen Patienten und Behandlungsteam zur Vereinbarung persönlicher Behandlungsziele von großer Wichtigkeit.

N-ECCO 2018 - Kongresshighlights

Das chronische Erschöpfungssyndrom (chronic fatigue syndrome, CFS, „Fatigue“) ist die dritthäufigste Begleiterkrankung von Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED).1 Fatigue kann sehr lange andauern und mit einem hohen Leidensdruck und starken Leistungseinschränkungen einhergehen.2 Bis heute sind die optimalen Therapiemöglichkeiten dafür unklar. Behandlungsprotokolle für Fatigue im Rahmen von anderen Erkrankungen basierten auf kognitiven verhaltenstherapeutischen Maßnahmen. Deren Wirksamkeit wurde jetzt im Rahmen einer aktuellen Studie auch bei CED-Patienten mit Fatigue untersucht.1 Die Ergebnisse dieser Studie wurden auf dem N-ECCO-Kongress 2018 vorgestellt.

ECCO 2018

Bei Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung (CED) kommt es auf eine wirksame und konsequente Therapie an. Treat-to-target, ein zielgerichtetes Behandlungskonzept hilft dabei einzuschätzen, ob das Behandlungsziel bereits erreicht wurde oder ob die Therapie angepasst werden muss. Für den Erfolg dieses Konzeptes ist die Mitarbeit der medizinischen Fach- und Pflegekräfte von besonderer Bedeutung. Im Rahmen eines von Takeda veranstalteten Symposiums für Pflege- und Fachkräfte auf dem 13. Jahreskongress der ECCO (European Crohn’s and Colitis-Organisation) 2018 wurde der Grundgedanke des Treat-to-target-Konzeptes und seine Voraussetzungen von Experten vorgestellt und intensiv diskutiert.