Frühe symptomatische Verbesserung unter Vedolizumab Therapie bei Colitis ulcerosa: Eine GEMINI 1 Post-hoc Analyse

Mittels einer Post-hoc Analyse der GEMINI 1 Daten wurden in dieser Studie Verbesserungen in den Indices für rektale Blutungen (RB) und Stuhlfrequenz (SF) in Anti-TNFα naiven Patienten und in der Gesamtpopulation analysiert. Bereits in Woche 2 wurde eine symptomatische Verbesserung durch die VDZ-Therapie erreicht, mit größeren Unterschieden bei Anti-TNFα-naiven Patienten im Vergleich zu PBO. Dies verdeutlicht das frühe Ansprechen auf eine VDZ-Therapie bei CU.

Einsatz von Immunsuppressiva bei Vedolizumab-Patienten mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung in der klinischen Praxis

In dieser Studie wurden Daten einer nationalen Datenbank analysiert hinsichtlich Nutzen von Immunsuppressiva (IMS) und CED-bedingten Operationen, Krankenhausaufenthalten und Häufigkeit von Schüben während und vor der Initiation der VDZ-Behandlung in der klinischen Praxis. Es konnte gezeigt werden, dass die Mehrheit der Patienten mit IMS-Vortherapie nach Aufnahme der VDZ-Therapie in der klinischen Praxis nicht weiter mit IMS behandelt wurde. Außerdem war die Anwendung von IMS bei Patienten ohne Vortherapie gering und die Rate der Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen niedriger.

Antikörper gegen Vedolizumab können ab Woche 2 nachgewiesen werden und verschwinden während der Therapie

In dieser Studie wurde ein sensitiverer, Arzneimittel-resistenter Antikörper-Test zur Bestimmung von VDZ-Antikörpern (AVA) entwickelt. Während der Induktion und Erhaltung wurden AVA, VDZ-Talspiegel und CRP-Werte von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Patienten, die mit VDZ behandelt wurden, bestimmt. Es konnten AVA nach 2 Wochen nachgewiesen werden, welche über die Zeit verschwanden, was den transienten Charakter der Antikörper bestätigt.

In der Vedolizumab-Erhaltungstherapie von Morbus Crohn- und Colitis ulcerosa-Patienten sind höhere Vedolizumab-Spiegel mit einer tiefen Remission assoziiert

In dieser prospektiven Querschnittstudie wurde die Korrelation von VDZ und AVA-Spiegeln mit der Remissionsrate bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Patienten analysiert. Eine tiefe Remission war bei Patienten mit höheren VDZ-Spiegeln signifikant wahrscheinlicher als bei niedrigen VDZ-Spiegeln. Zudem wurde eine niedrige VDZ-Immunogenitätsrate festgestellt. Die Ergebnisse lassen vermuten, dass therapeutisches Monitoring und Optimierung von VDZ bei MC- und CU-Patienten vorteilhaft sein könnten.

Die Fortführung und Verträglichkeit der Vedolizumab-Therapie ist in speziellen Populationen ähnlich wie bei anderen Patienten mit chronisch-entzündlicher Darmerkrankung

In dem retrospektiven Chartreview von Real-World-Daten wurden die klinische Wirksamkeit, Verträglichkeit und Sicherheit der VDZ-Therapie in speziellen Populationen im Vergleich zu anderen CED-Patienten evaluiert. VDZ-Behandlung der speziellen Population zeigte ähnliche Therapiedauern, Verträglichkeit- und Sicherheits-Charakteristika im Vergleich zu der traditionellen CED-Population. Dies lässt vermuten, dass VDZ sicher bei CED-Populationen verwendet werden kann, bei denen systemische Immunsuppression vermieden werden soll.

Risiken postoperativer Komplikationen bei CED-Patienten nach präoperativer Behandlung mit Anti-Integrin oder Anti-Tumornekrosefaktoren

In dieser prospektiven Studie wurden Komplikationsraten 30 Tage nach gastrointestinaler Operation bei Morbus Crohn und Colitis ulcerosa Patienten untersucht, die innerhalb vier Wochen vor der Operation mit VDZ, Anti-TNFα oder einer nicht-biologischen Substanz behandelt wurden. Diese Studie deutet darauf hin, dass eine präoperative VDZ-Behandlung das Risiko für postoperative Komplikationen 30 Tage nach der Operation nicht erhöht.